Warum ich blogge

In der Bloggosphäre erhalte ich Anregungen von anderen Bloggern – wie diese, zur Blogparade von Klaus Eck. Schlampigerweise habe ich seinen Beitrag zunächst nicht gelesen, sondern nur die Frage aufgeschnappt, warum ich blogge. Eine fantastische, inspirierende Idee zu einer Blogparade, dachte ich, und schrieb drauf los …

Wunschkunden gewinnen

Warum ich blogge: Weil ich Kunden gewinne.
Weil ich die richtigen Kunden gewinne.
Weil ich den richtigen Kunden nicht lange erklären muss, wer ich bin und was ich mache.

Kunden suchen im Internet nach Beratern. Wenn sie auf meinen Blog stoßen, finden sie gut, was ich schreibe und nehmen Kontakt auf. Oder sie finden es nicht gut. Dann profitieren sie vielleicht trotzdem vom einen oder anderen Tipp und wandern weiter durchs Netz. Und genau so soll es sein.

Das führt dazu: Wer mich kontaktiert, dem muss ich nicht lange erklären, wer ich bin und für was ich stehe. Der Blog sagt genug. Die Arbeit am Blog leiste ich unentgeltlich. Das ist sehr viel unentgeltliche Arbeit (siehe dazu Svenja Hofert: Würden Sie 200.000 € ins Bloggen investieren?). Aber im Gegenzug spare ich mir viele unnütze Telefonate mit Menschen, die eigentlich etwas ganz anderes suchen. Und sinnlose Vorabtreffen. Letztere biete ich nur bei Interesse an umfangreichen Beratungen an.

Etwas zu sagen haben

Ich blogge, weil ich etwas zu sagen habe. Beispielsweise diese Geschichten, die ich immer wieder in Beratungen höre und die ich gerne weitergebe (selbstverständlich vollständig anonymisiert und nicht wiedererkennbar, da es vor allem um die Struktur von Problemen geht). Etwa diese unsägliche Erfahrung mit Zeitarbeit. Oder dieses Erfolgserlebnis dank Networking.

Dann gibt es eigene Erlebnisse, die ich gerne mitteilen möchte, zum Beispiel weil ich sie unglaublich finde.  Etwa ein Telefonat, das ich mir nur damit erklären konnte, dass mein Gesprächspartner in einem Paralleluniversum lebt. Oder jene unfassbare Aussage von Personalern, von  der mir Martin Gaedt berichtete.

Und dann bekomme ich Fragen in der Beratung gestellt, die mich aufhorchen lassen. Schon wieder diese Frage? Sie taucht aber oft auf! Das möchte ich einmal klar sagen im Blog, dann können es andere nachlesen. Hieraus entstehen vielleicht die meisten Blogartikel (eine späte Antwort auf Lars Hahns Stöckchen-Frage wo die Themen in meinem Blog herkommen). Nur einige von zahllosen Blogposts, die so entstanden sind: Wie ist das mit der Nennung des Gehaltswunsches im Vorstellungsgespräch? Wie beginnt man ein Anschreiben? Wie macht man eine Initiativbewerbung?

Ferner ist mir die Erkenntnis wichtig: Sie können sich treu bleiben und trotzdem Karriere machen! Nicht umsonst habe ich genau dazu mein letztes Buch geschrieben. Und mein Claim heißt deswegen „Charakter zeigen“. Wir sollten dies alle viel öfter tun. Wenn Sie Furcht davor haben, wird Ihr Erfolg unwahrscheinlicher.

Weil andere viel zu sagen haben

Ein wundervolles Privileg des Bloggers ist es, Menschen, die viel zu sagen haben, Fragen zu stellen. Weil das immer reichlich Arbeit bedeutet, mache ich dies nicht allzu oft. Aber die Ergebnisse sind fantastisch. So erklärt Bernd Kolb, früher Telekom-Vorstand für Innovation, heute ehrenamtlich auf die großen Zukunftsfragen fokusiert, auf diesem Blog, was er unter Erfolg versteht (Top-Leader sind alles nur nicht angepasst). Dennis Hoenig-Ohnsorg von Ashoka erläutert auf dieser Seite Karrierewege für Weltverbesserer. Und die Sinnforscherin Prof. Tatjana Schnell bereichert Sie mit klaren Worten zu Sinn und Karriere. Ich bin unendlich dankbar für die genannten und weitere Gesprächspartner.

Austausch mit anderen

Ich blogge, weil ich gerne über Themen mit anderen im Austausch stehe.
Bloggen heißt auch, sich auszutauschen. Leider gibt es immer viel zu wenige, die kommentieren wollen: Nur zu! Wenn jemand kommentiert, bin ich dafür dankbar. Zuweilen gibt es andere Blogger, die die eigenen Themen oder Gedanken aus ihrer Sicht aufgreifen. Oder umgekehrt: Gerne nehme ich Anregungen anderer auf, um ihre Gedanken weiter zu treiben oder meine Perspektive dazu zu fügen. Beispielsweise hier zur Frage, ob man besser Stärken stärken oder lieber Schwächen ausgleichen soll.

Gemeinsam klarer sehen

Eine Frage, die mich eine Zeitlang sehr beschäftigt hat und immer noch umtreibt: Wie verhält sich das mit der Privatsphäre im Netz? Wer Charakter zeigt, gewinnt die richtigen Kunden. Aber zu viel von sich zu verraten und wie eine peinliche Plaudertasche alles preiszugeben ist mindestens unprofessionell. Eine Blogparade dazu mit vielen interessanten, bereichernden Beiträgen von anderen Bloggern war ein schönes Kooperations-Erlebnis, das etwas Licht ins Dunkel gebracht hat.

Spaß an der Arbeit

Nicht zuletzt blogge ich auch, weil ich Spaß dran habe. Mehr Spaß, als an anderen Tätigkeiten, die ich auch (irgendwann) machen muss. Ich verrate Ihnen jetzt, was ich jetzt eigentlich tun sollte: Ein Protokoll schreiben, ein Angebot überdenken, Rechnungen erstellen. Stattdessen schreibe ich diesen Blogartikel. Gut, ich bin selbständig. Nicht jede und jeder hat die Freiheit, die Dinge so beliebig herum zu schieben. Und, die andere Deutungsvariante: Nicht jeder ist so unklug, die unangenehmeren Aufgaben zu meiden. Aber jedem kann ich empfehlen, einen Job zu suchen, in dem er Spaß hat. Wenn es Ihnen so geht, dass Sie am liebsten eigentlich xy tun würden, aber das nicht zu Ihrem Job gehört; oder xy tun, statt anderer Aufgaben: Sorgen Sie dafür, dass xy mittelfristig zum Teil Ihres Jobs bzw. zur Hauptaufgabe wird!

Klaus Ecks Fragen

Nun zu den Fragen, die Klaus Eck in der Blogparade stellt. Da geht es eher um produzierende Unternehmen, deren Blogs mitunter wenig taugen, weil sie inhaltsleer sind. Es geht um das Problem, bloggende Mitarbeiter zu finden und ähnliches. Sicher, das spricht Firmen an. Aber wenn diese einfach das machen, was ich als Einzelunternehmer tue, haben sie auch gewonnen.

Inhalte anbieten, die ihre Kunden interessieren. Anregungen von Kunden aufgreifen. Authentisch schreiben. Selbst denken. Den Austausch mit anderen pflegen. Geben statt nehmen.

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