Porträt Christoph Burger
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05.05.2014 Karriereplanung

Bewerbung: Späte Erfolge dank Netzwerk

„Ich bin zu alt“ – so stellte sich mir die Bewerberin gleich nach der Namensnennung vor. Nun, mehr als ein Jahr später, kam sie dennoch zum Erfolg. Dabei setzte sie einige Mittel ein, die jeder für die erfolgreiche Bewerbung in die Waagschale werfen sollte.

Bei Anruf Erfolg

Ihr Anruf überraschte mich wirklich. Zwar hatte sich die Kandidatin zuletzt mit einigen persönlichen Aufmerksamkeiten aus meiner Beratung verabschiedet. Aber danach vergessen die meisten Beschäftigten, sich wieder zu melden. In der Transfergesellschaft sind sie auf Zeit angestellt, bekommen meist rund 80 Prozent des alten Netto-Gehalts plus Karriereberatung und Qualifizierung.

Der Kontakt nach dieser Zeit geht in den meisten Fällen von mir aus. Hier war es anders. Und meine Prognose davor war auch eher negativ gewesen. Nun also der überraschende Erfolg nach über einem Jahr der Arbeitssuche. Wie kam er zustande?

Beharrlichkeit und Netzwerken

Faktor eins – wie bei fast jedem Lebensvorhaben (siehe meine Artikelserie zur Disziplin) – war die Beharrlichkeit. Trotz ihrer Selbsteinschätzung, zu alt für den Arbeitsmarkt zu sein, hörte sie nie auf, sich um einen neuen Job zu bemühen. Faktor zwei: Der Tipp kam aus ihrem persönlichen Netzwerk. Faktor drei: Die genauen Fachkenntnisse passten zum Stellenprofil.

Auch wenn bei ungünstigen Voraussetzungen keineswegs fest damit gerechnet werden kann, dass jede und jeder eine passende, gut bezahlte Stelle findet: Wer beharrlich alle Register zieht, erhöht die Chancen dafür dramatisch. Viel Erfolg dabei!

Zum Alter von Bewerbern schrieb ich hier und schreibe demnächst hier.

Zuletzt schrieb ich hier über einen späten Erfolg dank Initiativbewerbung



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Christoph Burger

Christoph Burger ist Diplom-Psychologe und Autor des Buches "Karriere ohne Schleimspur", das 2012 als eines der besten Managementbücher des Jahres ausgezeichnet wurde. Er arbeitet als Karriereberater in Herrenberg bei Stuttgart.

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