5 gute und 5 schlechte Gründe für die Beauftragung eines Karriereberaters

Überlegen Sie, eine Karriereberatung in Anspruch zu nehmen? Hier sind fünf sehr gute Gründe, dies zu tun. Und fünf Gründe, bei deren Vorliegen ich Sie dringend warne, einen Karriereberater zu beauftragen. Nicht zuletzt von Ihrer Einstellung und Erwartung hängt es ab, ob die Beratung ein Erfolg wird.

Fünf sehr gute Gründe für die Beauftragung eines Karriereberaters

Von meinen Kundinnen und Kunden bin ich sehr häufig begeistert. Sie kommen mit der genau richtigen Haltung und Einstellung zu mir, es ergibt sich eine offene, angenehme und fruchtbare Zusammenarbeit. Am Ende sind die Kunden dankbar und ich bin zufrieden – eine erfüllende Win-win-Situation. Dabei ist egal, ob ich als Feuerlöscher in einer mehr oder weniger prekären Situation helfen oder eine mittelfristig geplante Entwicklung begleiten darf: Folgende fünf Gründe, mich zu beauftragen, treten häufig auf und passen ausgezeichnet zum Angebot.

Welche Aktionen führen zu welchen Reaktionen auf dem Arbeitsmarkt?

Ein typisches Anliegen, dessen Klärung von erheblicher Bedeutung für die zukünftige Laufbahn ist. Exemplarisch: Welche Weiterbildung passt zu meinem Profil? Welche Bewerbungsstrategie ist die richtige? Sind die Reaktionen auf meine Bewerbungen überdurchschnittlich gut, eher schlecht oder normal? Zu all diesen Fragen gibt es Antworten, die teilweise schnell gefunden werden. Andere müssen heraus gearbeitet werden. Zuweilen gebe ich eine eigene Einschätzung ab, aber weise darauf hin, dass zusätzlich der Markt ausgetestet werden muss. Angenommen, Sie hatten in den letzten Jahren immer mal wieder Anfragen von Headhuntern, denen Sie aber nicht weiter nachgegangen sind. Jetzt hätten Sie gerne welche. Wie wahrscheinlich ist, dass Sie interessant genug sind? Aufgrund meiner Erfahrung kann ich Anhaltspunkte dazu geben.

Selbsterkenntnis: Was will ich? Wer bin ich?

Diese Fragen sind Thema sowohl im Coaching als auch in der Karriereberatung. Die eigenen Stärken sicher zu erkennen, ist eines der Erfolgsgeheimnisse überhaupt. Sind Sie eher ein Redner, Schreiber, Organisator, Leader? Um nur einige Rollen zu nennen. Das Problem: Häufig verstecken sich Ihre Pluspunkte förmlich vor Ihnen. Warum? Weil Ihnen die entsprechenden Arbeiten so leicht und selbstverständlich von der Hand gehen, dass Sie gar nicht bemerken, wie viel Mühe andere damit haben. Hier hilft der Blick von außen.

Welches Engagement ist nötig für bestimmte Ziele?

Selten ein Anliegen, das Kunden in meine Praxis führt; dennoch ein Thema für die Karriereberatung, das immer mal wieder wichtig wird. Denn was hilft es, ein schönes Traumschloss zu bauen, wenn es unerreichbar bleibt? Sind Sie gar nicht der Typ für die nächsthöhere Ebene oder haben Sie sich bisher einfach nicht genug angestrengt? Oder an der falschen Stelle investiert? Um dies besser einschätzen zu können, kommt Ihnen die Erfahrung eines Karriereprofis zu Gute.

Handlungsoptionen konkret: Was tun im Unternehmen?

Sie sind Projektleiter und sehen den Erfolg des Projekts gefährdet – wie können Sie vorgehen, um Ihre Karriere nicht gleich mit beerdigen zu müssen? Ihr Verhältnis zum Chef kriselt – wie können Sie es verbessern? Sie haben ein Vorstellungs- oder Personalgespräch vor sich – welche Fragen sind zu erwarten und wie beantworten Sie diese am besten? Wie könnten Sie Ihren Zickzack-Lebenslauf attraktiver machen? Sollen Sie ein Angebot für eine konkrete Aufgabe annehmen? Darauf läuft die Beratung häufig hinaus: Konkrete Handlungsalternativen erarbeiten.

Karriereplan: Wie geht es weiter?

Am klarsten hebt sich dieser letzte gute Punkt, eine Karriereberatung zu buchen, dort von dem bisher Gesagten ab, wo es um die Berufswahl geht. Auch wenn es heute wahrscheinlicher ist, dass Sie nicht DEN Beruf ergreifen, sondern “mal mit einem anfangen”, auf den weitere folgen werden: Die Wahl der (ersten) Berufsausbildung bzw. des (ersten) Studiums bleibt ein wichtiger Baustein fürs künftige Berufsleben. Hier ist professionelle Hilfe ratsam, wenn Sie nicht ohnehin schon genau wissen, wohin es gehen soll.

Fünf schlechte Gründe, eine Karriereberatung zu buchen

Auch wenn meine Blogs dafür sorgen, dass fast immer die richtigen Kunden mit geeigneten Anliegen zu mir kommen: Ich kenne aus Telefonaten und leider – wenn auch extrem selten – persönlich einige sehr schlechte Gründe, eine Karriereberatung zu buchen.

Sich-selbst-austricksen

Zuweilen tritt ein Phänomen auf, das wir bei ehrlicher Betrachtung alle von uns selbst kennen. Man macht sich selbst etwas vor. Beispielsweise ist die eigene Einstellung zum Veränderungsvorhaben negativ. “Das klappt doch nicht!” Egal welcher Tipp dann kommt, er wird abgelehnt, um die eigene negative Haltung zu bestätigen und nichts selbst tun zu müssen.

100-%-Rezepte

Empfehlungen treffen mal zu 60 mal zu 90 Prozent zu. Doch manchen genügt das nicht: “Waas? Sie wissen nicht, ob das wirklich funktioniert?” heißt es dann. Ja, so ist das: Alle Ausbildung und Erfahrung des Karriereberaters führt letzten Endes ernüchternder Weise nicht zur Fähigkeit des Hellsehens. Hier gibt es andere Anbieter (wer dorthin gehen mag …).

Ersatzhandlung

Statt sich zu bewerben (und den Absagen auszusetzen), bucht man eine Karriereberatung. Gerne genommen in der Kombination mit dem 100%-Rezept: “Jetzt habe ich diese Beratung gebucht, dann muss es klappen, ohne Frustration!” Dumme Sache: Leider entscheiden die Unternehmen noch immer selber, wen sie einstellen wollen.

(Merke: Ein Karriereberater ist kein Headhunter. Höchstens AUCH Headhunter. Oder er macht den Kontakt zum Headhunter – was wieder ein guter Grund wäre, ihn zu buchen).

Detail-Wissen bestimmter Fächer ohne Vorbereitung

Es gibt derzeit 330 anerkannte Ausbildungsberufe. Titel und Zuschnitt dieser Berufe verändern sich jährlich (z.B. indem Berufe neu geschaffen werden oder ältere ersetzen). Studiengänge werden fast 10.000 verschiedene angeboten. Diese 10.330 Ausgangsberufe führen zu nochmals wesentlich mehr (vielleicht 100.000) verschiedenen ausgeübten Berufen. Da ist es für mich auch nach fast 20 Jahren unmöglich, alle Berufe und die dazu passenden Qualifizierungen zu kennen. (Natürlich kenne ich viele Berufsbilder und Karrieremuster und in alles andere arbeite ich mich ein.)

Wahnsinnig teuer

Es ist sicherlich ungewohnt, Geld für eine Karriereberatung auszugeben. Wahnsinnig teuer ist diese Dienstleistung aber nicht. Der reale Zeitaufwand ist höher, als die direkt bezahlte Zeit. Es ist ein Job auf akademischen Niveau mit Berufserfahrung. Als Selbständiger benötige ich Zeit für Verwaltung, Urlaub, Weiterbildung, Akquise. Das bezahlen Sie mit – und profitieren im Gegenzug von einer seriösen, fundierten Beratung. Wenn man das alles einrechnet (hervorragend gemacht hier), sind meine Preise moderat. Wer meint, sie wären wahnsinnig hoch, bringt leicht die Erwartung mit, bei einem Wunderdoktor in Behandlung zu sein. Und dieses Kriterium erfülle ich leider nicht.

Fazit

Wenn Sie mit den richtigen Erwartungen auf die Suche nach einem geeigneten Coach oder Karriereberater gehen, werden Sie nicht enttäuscht. Das heißt nicht, dass alle Kollegen und Kolleginnen für alle Fragen die richtigen sind, ebensowenig wie ich selbst. Sprechen Sie – vor dem Hintergrund der erwähnten Gründe – offen an, was Sie brauchen. Checken Sie Ausbildung, Werdegang und Denke des Karrierechoachs, dann werden Sie fündig und bestimmt wichtige Erkenntnisse für Ihre weitere Laufbahn erarbeiten können. Und eines ist sicher: Solche Investitionen  ins eigene Berufs-Leben lohnen sich!

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