Die beste Geldanlage für Sie

Ja, ich werde Vermögensberater. Die Frage ist doch heute: Wohin mit dem Geld in Zeiten der Niedrigzinsen? Und wer eine gute Lösung dafür hat, sollte sich zu Wort melden.

Rendite mau: Wohin mit dem Geld?

Wie viel Ertrag bekommen Sie derzeit auf Ihre Geldanlage? Bei den aktuellen Niedrigzinsen ist es äußerst schwer, sein Erspartes auch nur vorm Inflationsverfall zu bewahren. Ein Tagesgeldkonto bringt um die 0,5 Prozent Zinsen. Bei einer Inflationsrate von 1,3 Prozent verlieren Sie täglich Geld. Sparbücher und Pfandbriefe – alles sehr ertragsdürftig. Aktien und Fonds? Unsicher. Gut ist, wenn Sie Schulden abzutragen haben. Da sparen Sie immerhin 2-3 Prozent Kosten. Wenn Ihre Kredit-Verträge älter sind, sogar mehr. Und es ist komplett sicher. Schließlich handelt es sich um Ihre höchstpersönlichen Verpflichtungen.

Sie haben keine Schulden? Dann machen Sie vielleicht welche? Bauen könnte eine Lösung sein. Weil derzeit viele ähnlich denken gibt es in Deutschland einen Boom im Wohnungsbau. Nach gerade veröffentlichten Zahlen soll sich der Bauboom 2014 noch verstärken. Ob man aber Kredite für, sagen wir, 150 Tsd. Euro aufnehmen soll, wenn man eigentlich nur 20 Tsd. Euro anlegen will? Das ist doch sehr fraglich. Wie also lautet die Lösung? „Mit welchem windigen Finanzprodukt kommen Sie nun um die Ecke Herr Burger?“

Investition in Bildung

„Ecke“ ist in sofern gut, als ich für Sie etwas um die Ecke gedacht habe. Man könnte nämlich auch in Bildung investieren. Eine Baustelle, an die man zunächst nicht denkt, wenn es um Geldanlage geht.  Nach jüngst vom IAB veröffentlichten Zahlen verdient ein Ungelernter im Leben rund eine Million Euro. Ein Universitäts-Absolvent aber 2,3 Millionen. Auf den Monat umgerechnet sind die Durchschnittslöhne von Ungelernten 1962 €, Facharbeiter verdienen im Schnitt 2.400 € brutto. Wer das Abitur in der Tasche hat und gegebenenfalls eine Ausbildung dazu, kann mit durchschnittlich 2.956 € rechnen. Ein Fachhochschulabsolvent liegt bei 4.278 € und der Hochschulabsolvent bei 4.957 €.

Einsatz und Ertrag

Natürlich gibt es den höheren Lohn erst später – erst einmal muss man investieren. Der eine geht mit Hauptschulabschluss von der Schule und verdient munter seine tausend Euro netto, während der andere weiter die Schule besucht und mit 50 Euro Taschengeld zurecht kommen muss. Oder, eine Qualifikationsstufe weiter: Der eine macht mit sechszehn eine Ausbildung, startet mit 500 Euro Vergütung und steigert sich Jahr für Jahr, um bald bei 2000 Euro brutto anzukommen. Der andere büffelt da noch fürs Abitur und schlägt sich anschließend jahrelang als Student mit kärglichem Geld durchs Leben. Wer sich bildet, gerät also erst einmal um mehrere tausend Euro ins Hintertreffen. Aufs Leben umgerechnet gleicht sich das aber mehr als aus. Eine Berufsausbildung bringt nach den IAB-Zahlen 243.000 € pro Erwerbleben ein. Ein Hochschulabschlus 1.237.000 € – jeweils im Vergleich zum Ungelernten.

Stabile Rendite von 8 Prozent

Diese absoluten Zahlen lassen sich in sogenannte Bildungsrenditen umrechnen und so mit anderen Geldanlagen vergleichen. Die Investition in Bildung bringt durchweg mehr als Anlagen auf dem Kapitalmarkt. Die OECD errechnete für Deutschland Bildungsrenditen von 6-10 Prozent. Das DIW kam für Frauen in Ostdeutschland für Mittlere Abschlüsse auf über 18 Prozent! Da das DIW noch das deutlich höhere Risiko für die Arbeitslosigkeit bei weniger Gebildeten berücksichtigt, kommt es insgesamt auf mindestens 8 Prozent Bildungsrendite. Wenn Sie also Geld übrig haben und ernüchtert vom Gespräch bei der Bank zurück kommen: Schauen Sie sich mal auf dem Markt für (Weiter-)Bildung um. Vielleicht gibt es dort etwas Passendes für Sie!

Dazu passt: Ausbildung oder arbeitslos

Auch gut: Investition in Karriereberatung.

2 Kommentare

  • Ein sehr interessanter Artikel. Es gibt in der heutigen Zeit schon sehr viele Möglichkeiten, um sein Geld richtig anzulegen, die Frage ist tatsächlich nur, auf welche Art und Weise, denn schließlich möchte man es ja auch richtig machen. Aus meiner Sicht lohnt es sich immer sich verschiedene Möglichkeiten anzuschauen und zu vergleichen. Erst auf diese Weise kann man Vor- und Nachteile gegenüberstelle und dementsprechend auch handeln.

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  • vielen Dank für Ihren Kommentar. Und es bietet eben kaum eine Anlage eine Rendite von 8-18 Prozent, wenn man so vergleicht …. Aber klar, eine Weiterbildung muss auch zur Berufsbiographie passen. Beste Grüße, cb

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