Traumjob (Teil 4): So finden Sie Ihren Traumjob!

Wie finden Sie Ihren Traumjob? Einfach tauschen, klappt nicht für alle (Teil 1). Die verbreitete Methode, Bilanz zu ziehen, Ideen zu suchen und loszulegen, funktioniert häufig nicht. (Teil 2 und Teil 3). Wie lautet meine Alternative?

Die gängige Traumjob-Such-Methode liegt Haarscharf daneben

An der Traumjob-Such-Methode (Teil 2 und 3 dieser Serie) kritisiere ich erstens: Nach einer Bestandsaufnahme (Stärken, Schwächen etc.) wird ein Brainstorming gemacht. Ideen im Brainstorming sollen verrückt sein. Das ist Teil der Methode. Problematisch wird es nur, wenn man meint: Viel Begeisterung beseitige alle Hindernisse.

Zweiter Kritikpunkt: Unsere Persönlichkeit begrenzt uns. Auch danach fragt die übliche Traumjob-Such-Methode nicht.

Der Dreh: Aus negativ wird positiv

“Die Persönlichkeit grenzt ein”: Das ist negativ formuliert und gedacht. Die Ursache dafür, dass man überhaupt so denkt, liegt darin, dass die gängige Methode von einer Idee ausgeht, die dem Brainstorming erwächst. Wenn wir es umdrehen, wird es positiv und zum Ausgangspunkt einer wirklich funktionierenden Traumjob-Suche. Wir sollten unsere Persönlichkeit würdigen. Wir sollten unsere Persönlichkeit als Schatz begreifen und den Job danach suchen . Sobald die neue Arbeit zur eigenen Persönlichkeit passt, ist es die passende Arbeit!

Das klingt vielleicht ein wenig trivial und ein bißchen nach Wunderwasser. Dabei ist die Antwort nicht fern und nicht trivial, sondern nur einen Gedanken weiter. Stellen wir die Frage: Wie kann es gelingen, die eigene Persönlichkeit mit dem optimalen Job “zu versorgen”?

Ein unbestimmtes Puzzle-Teil

Dafür kann es nur einen Weg geben. Das wird sofort klar, wenn Sie folgendes kleines Gedankenexpermiment mitmachen. Nehmen wir an, Sie haben ein Puzzle-Teilchen und wollen das Gegenstück dazu ermitteln. Sie wissen aber nicht genau, wie die Form und Farbe Ihres Puzzle-Teils eigentlich ist, weil es unter einer halbdurchsichtigen Folie liegt. Dann haben Sie ein Problem. Ihr Vorhaben kann nicht gelingen. Warum? Weil Sie Ihr eigenes Ausgangsstück nicht gut genug kennen.

Bewerbungsrealität

Ebenso ist es mit der Realität der Jobsuche. Wenn Sie nicht genau wissen, wer Sie sind, können Sie den passenden Job nicht finden. Wenn Sie den Unternehmen nicht schlüssig erklären können, was Sie wollen, finden Sie nie Ihr Gegenstück.

Dann bleibt Ihnen nur das, was alle machen. Sie optimieren Ihre Unterlagen. Dazu verwenden Sie Vorlagen, die “gut” sind. Das bedeutet, Sie machen Ihre Unterlagen einerseits professioneller (was gut ist) und andererseits gleicher (was schlecht ist). Sie gleichen sich selbst anderen an. Damit rauben Sie den Chefs jede Chance, Ihnen den für Sie idealen Job anzubieten – oder Sie abzulehnen, falls etwas nicht stimmt. Denn das gehört auch dazu.

Sie verstehen dann Ihren Traumjob als das, was alle als ihren Traumjob annehmen würden: Wenig, aber interessante Arbeit, viel Einkommen, tolles Betriebsklima. Diese Jobs sind rar, wie der erste Teil meiner Serie zum Traumjob zeigt.

Meine Alternative: Begreifen Sie Ihren Traumjob als etwas, dass für Sie persönlich ideal ist.

Charakter zeigen

Mein Claim heißt “Charakter zeigen” und das ist es genau, was ich Ihnen empfehle. Stellen Sie Ihr Profil mit allen Ecken und Kanten heraus. Nur dann haben Sie eine Chance, die richtigen Ablehnungen und Zusagen zu bekommen.

In einer soliden Karriere wechselt man nicht beliebig oft den Arbeitgeber. Auf jeden Wechsel kommt es an. Und jeder Wechsel ist die Chance, die für Sie persönlich passende Stelle zu finden. Sie können Ihre Chance nutzen, oder vergeigen. Sie haben dafür in Ihrem Berufsleben im Schnitt 5 bis maximal 10 Gelegenheiten, mehr nicht.

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten

Wenn Sie Bilanz ziehen, ihre Stärken, Schwächen, Werte, Qualitäten erkunden, dann vor allem, um zu erkennen, wer genau Sie sind und was Sie wollen. Und was und wer Sie nicht sind und was Sie nicht wollen. Und wenn Sie dann Ihren Charakter zeigen und für andere sichtbar machen, dann gilt es, beides zu zeigen: Das Positive wie das Negative. Was Sie wollen, was Sie nicht wollen. Was Sie sind, was Sie nicht sind. Beides zusammen macht ihr Profil aus. Ein rein positives Bild, gibt es nicht – oder es würde Ihnen nicht weiter helfen.

Als Karriere-Profi weiß ich, in welchem Rahmen Sie agieren können. Welcher Spielraum besteht, von der Konvention abzuweichen. Dadurch können Sie die geeignete Kommunikationsform für Ihren Charakter  finden.

Machen Sie “Kwerkarriere”

Die von mir entwickelte Methode nenne ich “Kwerkarriere”. Das heißt: Stellen Sie heraus “wer” Sie sind. Seien Sie dabei mutig und innovativ, dafür steht das “quer“, welches man hört. Und kommunizieren Sie dies klar und professionell, dafür steht das “K”.

Diese Methode akzeptiert und würdigt das, was Sie früher gemacht haben. Ihre Lebenserfahrungen und Ihre Ausbildungen und bisherigen beruflichen Entscheidungen.Dadurch wird die Karriereberatung ein wenig paradox: Wie sollen Sie zu einer Geschichte stehen, die Sie aktuell ablehnen, denn Sie suchen doch gerade einen neuen, besseren Job? Hier muss ich als Karriereberater genauso kreativ sein, wie Sie.

Dennoch bin ich überzeugt, dass Sie mit Ihrer Geschichte den Grundstein für Ihre Zukunft gelegt haben. Ich frage nicht per Brainstorming, wozu Sie mal Lust hätten, sondern frage: Woher kommen Sie? Auf dieser Basis entwickeln wir Ihre Berufsperspektive. Wir erarbeiten, wie Sie Ihren Charakter, Ihr Profil professionell aber deutlich herausstellen können. Dann haben die Adressaten Ihrer Botschaft die Chance, Sie zu favorisieren oder abzulehnen.

Im nächsten Beitrag erzähle ich von meinen eigenen Erfahrungen mit dieser Methode.

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