Charakter zeigen mit Moral (3): Mein Outing

Ich bin Karriereberater in der Region Stuttgart; das ist meine professionelle Seite, – aber nicht die einzige in meinem Leben. Wie in den Teilen eins und zwei dieser Serie festgestellt, lässt sich die Moral nicht vom Rest des Lebens trennen.

5-4-3-2-1- vorbei – oder?

Auf der Personal Süd 2013 in Stuttgart fragte ein Trainer auf einem Workshop: „Haben Sie einen zentralen, handlungsleitenden Wert?“ Dann zählte er rückwärts: „5-4-3-2-1. Wenn Sie die Frage bis jetzt nicht beantworten konnten, haben Sie keinen.“

Tatsächlich folge ich einem zentralen Wert. Das ist deutlich übersichtlicher, als mehrere zu haben. Ein einziger Wert macht das Leben sehr viel leichter und beschleunigt die Entscheidungen sensationell.

Mein zentraler Wert

Für mich persönlich heißt dieser eine Wert „Selbstbestimmung“. Selbstbestimmung, dies soll im Grundsatz für alle gelten. Sicherlich behandle ich mich und mein näheres Umfeld anders als Fremde. Dennoch ist der Wert universell gültig – für heute und für morgen. Für Alte, Junge, Arme, Reiche, Schwarze, Weiße, Frauen, Männer, Kinder. Wie man das dann im Einzelnen umsetzt – darauf kann ich an dieser Stelle nur beispielhaft eingehen.

Für alle? Ein gigantischer Anspruch! Aber selbstverständlich lebe ich ihn mit vielen Kompromissen – die mir übrigens keine direkten Bauchschmerzen bereiten. Schließlich kann ich alleine ohnehin nicht soo viel bewirken. Von daher geht es hier nicht darum, mir einen Heiligenschein überzuhängen – das hätte ich wirklich nicht verdient. Ich möchte Ihnen aber erläutern, wie sich aus meiner Sicht Moral und Beruf durchdringen.

Beispiel Auto

Eine der zahllosen Konsequenzen, die sich aus meinem zentralen Wert ergeben, ist meine private Umweltpolitik. Auf der Suche nach einem neuen Auto ist mein erster Referenzpunkt die VCD-Umweltliste. Wenn jeder heute das Auto führe, auf das er gerade Lust hätte, würde es mit der Selbstbestimmung u.a. der zukünftigen Generationen rapide bergab gehen.

Richtig ist: Das Auto wird mir keine Kunden bringen oder welche vertreiben. Es ist kein Kriterium, um sich für mich als Karriereberater zu entscheiden. Wenn ich also öffentlich erkläre, mich mit einem VW-Eco-Up! fortzubewegen, dann aufgrund meines zentralen Wertes. Meiner moralischen Überzeugung bin ich hier verpflichtet, nicht meiner professionellen Seite als Karriereberater.

Mit diesem Beispiel hoffe ich, andere anzustecken und sie von diesem (oder einem ähnlich-umweltgerechten) Gefährt zu überzeugen. Um Missverständnisse zu vermeiden, füge ich hinzu: Bei dieser Mission lehne ich Zwang ab! Das würde auch meinen zentralen Wert verletzen. Menschen sind ja (begrenzt) lernfähig! Ich glaube an die Pädagogik, ans Beispiel-geben, ans Erklären und Aufklären, Ermuntern und Begeistern.

Moral, Job und Auftritt durchdringen sich aus meiner Sicht. Ich halte nichts von Grünen in 500-PS-Limousinen. Und ich halte nichts von Schwarzen, Gelben oder Roten, die meinen, nur weil sie nicht Grüne sind, hätten sie das Recht auf solche PS-Protze gepachtet. Es geht einfach nicht! Sollen künftige Generationen ausreichende Lebenschancen haben, müssen wir umsteuern.

Wer mit einem 500-PS-Auto vor meiner Praxis parkt, darf das gerne. Eine Diskussion über Umwelt etc. ist nicht zwangsläufig die Folge – aber könnte durchaus passieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Obwohl letztlich nicht der Einzelne das Problem ist, sondern die Gesamtheit!

Beispiel Karriereberatung

Für meine Kunden wie für alle Menschen gilt, dass der Einklang von Werten, Glaubenssätzen und Lebensstil wohl tut. Die Kompromisse sollten hier nicht zu groß werden, sonst leidet der Mensch. Meine Sache als Karriereberater ist es indessen nicht, moralisches Verhalten bei anderen zu forcieren. Aber meinen Kunden tut es unterm Strich gut, wertegerecht zu leben.

Scheinbar ganz andere Anliegen meiner Kunden sind verbreiteter: Einen einträglichen Job zu bekommen oder zu behalten oder den nächsten Karriereschritt zu tun. Das kann ich nur unterstützen: Mit dem Einkommen erhöht sich der Grad der möglichen Selbstbestimmung!

Der Claim „Charakter zeigen“

Der Claim meiner Karriereberatung heißt „Charakter zeigen“. Das bedeutet, zunächst mal zu erkunden, wie denn die eigene Persönlichkeit aussieht. Nur mit diesem Wissen kann es voran gehen mit Selbstbestimmung und -verwirklichung.

Beim zweiten Wort meines Claims, dem „Zeigen“, wiederum geht es um professionelle Kommunikation. Beispielsweise um die moderne Form der Bewerbung, die passende Strategie für das Vorstellungs- oder Personalgespräch. Da sich keiner die Welt zimmern kann, wie sie ihm oder ihr gefällt – außer vielleicht Pipi Langstrumpf – müssen wir strategisch und rhetorisch geschickt kommunizieren. Man kann es auch professionell nennen.

Zusammen genommen, liebe Leserinnen und Leser: Mit dem Bewusstsein Ihres Charakters und einer professionellen, überzeugenden Kommunikation Ihrer Anliegen, gelingt Ihre Karriere- und Lebensgestaltung – und auch Ihr Grad der Selbstbestimmung erhöht sich.

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