Charakter zeigen mit Moral (2): Moral zuerst

Haben Sie alles richtig gemacht, Wenn Sie als Kleinunternehmer Ihren Internet-Auftritt professionell gestalten, ihm eine persönliche Note beifügen und das Private außen vor lassen? Im ersten Beitrag zu meiner Serie habe ich festgestellt, dass sich trotzdem moralische Fragen stellen. Man wird die Moral nicht los, auch nicht beim rein professionellen Auftritt. Doch wie verhält sich die Moral zum Rest und was folgt daraus?

Wo kommt die Moral?

Gehen wir einmal davon aus, dass es um dreierlei geht: Um die Professionalität, um die Persönlichkeit und um die Moral. Wie verhalten sich diese drei Aspekte zum Menschen, der alles verbindet?

Betrachten wir zunächst die Professionalität. An meinem eigenen Beispiel: Als Vater oder Ehemann wäre ich wohl unerträglich, würde ich ständig meine Frau oder Kinder beraten wollen. Ein schlechter Berater wäre ich, würde ich meine privaten Ups und Downs in der Beratung abarbeiten. Es lässt sich daraus schließen: Profession und Persönlichkeit / Privates lassen sich von mir als Mensch abgrenzen. Die Professionalität lebt geradezu von der Abgrenzung.

Zweitens: Von der Persönlichkeit aus gedacht. Selbstverständlich lässt sich meine Persönlichkeit nicht vom Menschen trennen. Es gibt aber eine Außendarstellung, die nicht mit mir als Mensch identisch ist. Wie in der Blogparade, auf die sich diese Serie bezieht, erörtert: Authentizität heißt nicht, wahllos alle persönlichen Eigenschaften im Internet auszustellen. Insofern unterscheidet sich der Auftritt als Person vom Menschen.

Drittens: Die Moral. Angenommen, Sie sind für den Weltfrieden. Dann sind Sie das Tag und Nacht, bei der Arbeit wie privat. Anders kann es nicht gehen. Ihre Moral können Sie nicht von sich als Menschen abtrennen. Sie laufen vermutlich nicht den ganzen Tag als Posaune des Weltfriedens umher. Aber wenn Sie alle Tage nichts zu Ihrem Herzens-Thema sagen, haben Sie wohl auch etwas falsch gemacht.

Zwischenfazit: Die Moral kommt zuerst

Zuerst kommen diejenigen Werte, die wir als maßgeblich ansehen für unser Leben. Dann erst kommt der Rest. Wer für den Weltfrieden ist, sollte dies nicht nur am Morgen sein, wenn er gut gelaunt und ausgeschlafen ist. Und auch nicht nur abends vor der Tagesschau, sondern auch in der Zwischenzeit. Im Sortieren der Lebens-Prioritäten, in der Entscheidung, was zu tun und zu sagen ist, kommt zunächst die Moral.

Die Folge des Moral-Primats

Das hat für mich persönlich zweierlei zur Folge. Erstens: Zu mir passt ein besonderer Ansatz in der Karriereberatung. Ich bin „Der Berater für eine neue Generation“, wie Svenja Hofert in Ihrer Rezension zu meinem Buch „Karriere ohne Schleimspur“ zutreffend schreibt. Eine Generation, der es nicht nur um Aufstieg und Status geht.

Zweitens: Ich frage mich, wie ich noch mehr für meine Werte werben kann.

Unser modernes Leben setzt sich gewöhnlich aus Kompromissen zusammen. Wahrscheinlich haben Sie genauso wie ich darauf verzichtet, Wanderprediger, Lobbyist für eine gute Sache oder NGO-Organisator zu werden. Schon diese Entscheidung beinhaltet einen Kompromiss, moralisch gesehen.

Als Karriereberater biete ich eine professionelle Dienstleistung an, die meine Kunden erwarten dürfen und auch bekommen. Ich berate gerne Menschen, die mehr Sinn in ihre Arbeit bekommen wollen. Aber ich schicke niemanden Heim, der einfach Arbeit sucht, weil er keine hat oder den nächsten Karriereschritt planen will. Das alles mache ich professionell und gerne.

Im folgenden Beitrag erläutere ich meinen zentralen Wert – und die Folgen.

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