Porträt Christoph Burger
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02.03.2017 Allgemein

Was gut ist an Trump

Schluss mit dem Trump-Bashing! Seit Wochen wird gesagt und geschrieben, was stört an diesem Menschen. Aber wo Schatten ist, muss auch Licht sein. Üben wir uns darin zu loben, was lobenswert ist. Was hat Trump gar den meisten von uns voraus? Wo können wir von ihm lernen?

Trump hat Selbstbewusstsein

Klar, seine eigene Begrenztheit zu erkennen, ist schön und richtig. Andererseits: Stellen wir unser Licht nicht allzu oft unter den Scheffel? Werden nicht in diesem Moment an vielen Orten Therapien und Trainings abgehalten, deren Hauptziel es ist, den Patienten oder Teilnehmern mehr Selbstbewusstsein einzuimpfen? Ein wenig mehr Trump in uns allen würde diese Probleme lösen.

Trump verfolgt unbeirrbar seine Ziele

Ein Role-Model für alle Menschen, die noch etwas erreichen wollen im Leben. Wer sich die Ziele hoch steckt, erreicht das Machbare. Wer nur das Machbare ins Auge fasst, dessen Ernte bleibt bescheiden. Kein Mensch hätte je den Mond betreten, die Smartphones unser Leben nicht erleichtert, kein Herz wäre transplantiert worden, ohne einzelne Vorreiter, die beharrlich ihre Ideen verfolgten: Wie Trump.

Trump weiß: Gefühle zählen mehr als Fakten

Die Gehirnforschung beweist die Wirkungsmacht der Gefühle – haben wir dem je Rechnung getragen? Trump schon! Konsequent versteht er die Welt, wie er sie verstehen will. Er interpretiert sie nach seinen Gefühlen, trifft Aussagen, die die Emotion klar machen und sie eindeutig über die Ratio stellen. Dabei schafft er es, fast die Hälfte der Amerikaner mit zu reißen.

Trump hält die Familie zusammen

Seine Frau, seine Kinder, alle sind in seiner Nähe, wenn er seine Geschäfte abwickelt. Selbst ein so stressiger Job wie der des US-Präsidenten hält ihn nicht vom Familien-Wochenende ab. Fürs Regieren wird moderne Technik genutzt, wie Twitter und Smartphone, und so die Notwendigkeit der körperlichen Präsenz vor Ort reduziert. Vorbildlich: Familienleben und Job kommen so in Einklang.

Trump lässt sich nicht durch Äußerlichkeiten bremsen

Trump ist ein älterer Mann, dessen Äußeres seinem Alter entspricht und der auch als jüngerer Mensch nicht sonderlich attraktiv war, wie ältere Bilder belegen. Viele drücken ähnliche Faktoren nieder und hemmen sie bei Annährungsversuchen und Partnerwahl. Trump jedoch wirbt ungehemmt um die Gunst deutlich jüngerer, überdurchschnittlich hübscher Frauen – und ist damit erfolgreich.

Trump bewirbt sich trotz Lebensalter erfolgreich

Wie viele von uns stöhnen schon in ihren Fünfzigern, sie seien zu alt für den Arbeitsmarkt? Trump ficht sein Alter nicht an – er wird sich bestimmt auch bei der nächsten Wahl mit großer Zuversicht und großem Interesse um das höchste Amt der USA bewerben.

Trump navigiert souverän im Chaos

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ war ein prominenter Satz des Alt-Alt-Bundeskanzlers Adenauer. Trump verleiht ihm neue Prägnanz: Seine Positionen sind kaum vereinbar, aber er ist der Fixpunkt im Chaos. Insofern lebt er konsequent das Gebot der Stunde: Die Persönlichkeit ist entscheidend. Das gilt nicht nur für Künstler. Eines jeden Karriereplanung sollte auf der Persönlichkeit aufbauen, in besonderem Maße profitieren Selbständige und Top-Manager. Statt uns selbst damit zu quälen, alles in ein einziges Muster zu bringen und uns um ein einheitliches Bild nach außen zu sorgen, sollten wir eher in großen Zügen denken und selbstbewusst zu unserer Meinung stehen – wie Trump!

Trump führt Menschen zusammen

Offensichtlich waren sich selten so viele Menschen in einem einig: Trump ist das Letzte! In den USA wächst eine Gegenbewegung mit Potential heran. Vielleicht, hoffentlich, überleben wir diesen Präsidenten, der erschreckenderweise auf der Persönlichkeitsstufe eines Jugendlichen (E3) zu stehen scheint. Und dann wird er uns gezeigt haben, was wir wirklich wollen und brauchen, um eine bessere Zukunft der Menschheit zu erreichen.

Das Modell der Ich-Entwicklung führt in einer späten Stufe dazu, dass die früheren Stufen nicht mehr abgewertet werden. Es wird erkannt, dass auch sie einen positiven Beitrag zum Ganzen leisten. In diesem Sinne: Verstehen Sie diesen Text, wenn möglich, ironiefrei 🙂



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Christoph Burger

Christoph Burger ist Diplom-Psychologe und Autor des Buches "Karriere ohne Schleimspur", das 2012 als eines der besten Managementbücher des Jahres ausgezeichnet wurde. Er arbeitet als Karriereberater in Herrenberg bei Stuttgart.

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