Ist das Video-Interview die Zukunft der Bewerbung?

Die Zukunft des HR-Recruiting liegt vielleicht in zeitversetzten Video-Interviews. Was ist das und wie können Sie sich als Kandidat/-in darauf vorbereiten? In meiner 3-teiligen Serie erfahren Sie mehr.

Überzeugende Präsentation

April 2013, Personal-Messe Süd. Auf der Bühne vom Forum 1 steht eine kleine, blonde Powerfrau. Sie erklärt mit verve, wieso ihre Firma ein Teil dessen ist, was die Personalarbeit der Zukunft ausmacht. Sara Lindemann heißt die, laut Selbstdarstellung „überzeugte Psychologin“, vorne. Sie ist „Leiterin HR-Consulting“ der Viasto GmbH, dem Marktführer für zeitversetzte Video-Interviews als Personalauswahl-Instrument.

Was sind „zeitversetzte Video-Interviews“?

Mit dem etwas sperrigen Titel des Viasto-Produkts ist gemeint: Es werden Videos von Bewerbern aufgezeichnet und ausgewertet, wobei die Zeitpunkte von Aufzeichnung und Bewertung frei gewählt werden können. Deshalb „zeitversetzt“. Die Vorteile für die HR-ler liegen auf der Hand. Sie bekommen mit wenig Aufwand gute Eindrücke von Bewerbern. In besonderen Fällen reichen sie alleine zur Personalentscheidung.

Referenz: Juwi Holding AG

Dies ist bei der Juwi Holding AG, einem Kunden von viasto, häufiger der Fall. Frau Lindemann hat die Juwi-Personalreferentin gleich mitgebracht, um davon zu berichten. Obwohl Lindemann als Psychologin aufs Zuhören spezialisiert ist, muss sie ein wenig aufpassen, dass sie ihren Gast zu Wort kommen lässt. Was die Personalerin Maren Schneider von der Juwi Holding AG aber berichtet, überzeugt tatsächlich. Die Juwi ist ein seit der Gründung 1996 rasant gewachsener Projektentwickler für Ökotechnik. Um den steigenden Personalbedarf zu decken, stellt das Unternehmen jährlich 100 Praktikanten ein und übernimmt einen Großteil davon in feste Arbeitsverhältnisse. Die Video-Interviews ersetzen in vielen Fällen die Vorstellungsgespräche. Sie sparen Zeit, Geld und Abstimmungsaufwand zwischen Kandidat/-in, HR- und Fachabteilung.

Wissenschaftliche Evaluation

Die Überzeugungstäterin Lindemann geht derweilen zur wissenschaftlichen Evaluierung ihres Produkts über. So würde Viasto eng mit Universitäten zusammen arbeiten. Insbesondere die Akzeptanz auf seiten der Bewerber stehe im Mittelpunkt der Forschung. Etwas erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass die allermeisten das Verfahren begrüßen. Auch für Introvertierte wären die Interviews geeignet, da sie für jede Frage eine definierte Zeit bekommen, in der sie sich die Antwort überlegen können. Stimmt schon: Den Luxus, eine Minute über eine Frage zu räsonieren, ehe man sie beantwortet, gibt es weder am Telefon noch im Vorstellungsgespräch.

Interessiert folge ich den Referentinntn nach dem Vortrag zum Stand, um über ein Interview für diesen Blog zu verhandeln. Von der Grundidee, Personalauswahl zu gestalten, bin ich überzeugt. Doch wie sieht das in der Praxis aus?

Inzwischen weiß ich mehr – und werde in den folgenden Beiträgen davon berichten. Morgen folgt Teil 2 der Serie.

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