Was wir aus "Zeit der Helden" lernen sollten

Zeit der Helden, das grandiose Fernseh-Experiment rund um die Midlife-Crisis, offenbarte interessante Einblicke in unsere Berufs- und Lebensentscheidungen.

Ein Begriff, viele Deutungen: Midlife-Crisis

Wissenschaftlich gesehen gibt es keine Lebensmitten-Krise. Dafür ist bereits die Definition viel zu schwammig. Zwischen 30 und 50 soll sie sich zeigen und sie kann sich sehr verschieden äußern … Fakt ist aber, dass eine krisenhafte Neuorientierung in den mittleren Jahren durchaus vorkommen kann. Man hat einiges erreicht und fragt sich: „Soll es so weitergehen?“

Zeit der Helden: Die Figuren und ihre Probleme

Im TV-Experiment wurden 5 Tage lang jeden Abend „in Echtzeit“ das Leben zweier befreundeter Paare und deren Krisen gezeigt. Arndt der Elektriker ist selbständig, gutmütig, nicht der Hellste. Seine Krise ist finanziell begründet, er kann sich schlecht ausdrücken und hat dazu noch jede Menge Pech. Neben Geld fehlt ihm der Respekt seiner Frau und seines pubertierenden Sohnes. Seine Frau Mai arbeitet zu Hause – weitgehend unbemerkt durch ihn, was sie verständlicherweise erheblich stört. Der Gedanke, Lohnarbeit zu suchen, liegt ihr schon deswegen eher fern, weil sie nichts von der finanziellen Schieflage weiß. Das Arndt-Mai-Problem hat also eine Kommunikations- und berufliche Ursache.

Beim anderen Pärchen ist dagegen der berufliche Erfolg zu Hause. Sandra ist Führungskraft, ihr Mann Gregor selbständiger Lichtgestalter. Beider Konzentration galt ihren Berufen, über Paare mit Kindern haben sie sich immer lustig gemacht. Doch genau die Frage nach den eigenen Kindern drängt sich urplötzlich in den Vordergrund und stürzt die beiden ins Tief. Dazu passt ihr Freund Christoph, der es ebenfalls beruflich weit gebracht hat, aber als Single mit verkümmertem Privatleben zurecht kommen muss.

Der Kern der Probleme

Den Drehbuchautoren ist es gelungen, aus einer typischen Situation in der Mitte des Lebens heraus, eine spannende Geschichte zu entwickeln. Die Zuspitzung dabei ist fernsehgerecht, aber nicht unplausibel. Den Elektriker führt sie mit Suizid-Gedanken auf die Brücke. Seine Frau Mai drückt ihr Tränengesicht in einen selbst gemachten Hefeteig, der dann im Müll landet. Erfolgsfrau Sandra wirft im Keller die Motorsäge an und wendet sie gegen ihren Mann.

Ausgangspunkt aller Krisen sind die Fehler der Vergangenheit. Im Hause des Elektrikers Arndt und seiner Frau Mai hätte schon länger über den Kassenstand gesprochen werden müssen. Im Falle der beruflichen Durchstarter Sandra, Gregor und Christoph hätte das Privatleben mehr Beachtung verdient gehabt. Oder, einfacher formuliert: Lebens- und Berufsglück gehören zusammen. Wer nur das eine entwickelt, dem fällt das andere früher oder später schmerzhaft auf die Füße.

Meine Empfehlung: Kwerkarriere

Auch deshalb habe ich den Begriff „Kwerkarriere“ geprägt. Er setzt sich zusammen aus „Wer“-bin ich? Welches Leben und welcher Job passen zu mir? „Quer“ steht für neue, kreative Wege dorthin. „K“ erinnert an die notwendige Kommunikation, z.B. in Form von guten Bewerbungsunterlagen oder Vorstellungsgesprächen oder der Kommunikation mit Mitarbeitern und Vorgesetzten. Während der Begriff „Karriere“ traditionell die beruflichen Erfolge in den Focus stellt, meint „Kwerkarriere“ immer die Beachtung aller Lebensaspekte.

Fazit: Mein TV-Tipp lautet: Sehen Sie die Serie „Zeit der Helden“ (in der Mediathek. Siehe dazu auch den interessanten Stern-Kommentar). Mein Tipp für Ihre berufliche Entwicklung lautet: Machen Sie „Kwerkarriere“! Denken Sie beim Setzen Ihrer beruflichen Ziele die private Seite von vornherein mit!

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