Modelleisenbahn basteln und rezensieren: Ungewöhnliche Tipps für die Stellensuche

„Qualifizierte Mitarbeiter suche ich gerne bei amazon“, gab der Personaler bekannt. Der Xing-Marketing-Manager Schmidt-Grell berichtete von dieser verblüffenden Aussage vor 10 Tagen in einem Vortrag auf der Messe „Zukunft Personal“. Amazon als Recruiting-Portal? Da habe er doch erstmal nachfragen müssen, wie der Siemens-Personalmanager das meine.

Modernes Recruiting in Zeiten des Fachkräftemangels

Ganz einfach, habe der Personaler erklärt. Wenn er zu einem bestimmten Thema jemand suche, recherchiere er die entsprechenden Fachbücher. Dann sehe er sich die zugehörigen Rezensionen auf Amazon an. Meistens sind ja die Rezensenten selbst fit im Thema. Zudem merke man dem Text an, ob der Autor Fachmann oder Fachfrau sei. Außerdem bekomme der Recruiter noch einen weiteren Vorteil frei Haus: Einen prima Anknüpfungspunkt zur Kontaktaufnahme.

Auch Modelleisenbahnen befördern die Karriere

Noch einen weiteren ungewöhnlichen Recruiting-Tipp verriet der Siemens-Mann. Ingenieure finde er häufig in Foren von Modell-Eisenbahn-Fans. Aus irgendwelchen Gründen seien die Spiele-Freaks in sehr vielen Fällen Ingenieur. Dieses Vorgehen erscheint einerseits als extrem umständlich. Schließlich könnte man auch einfach eine Stellenanzeige schalten. Andererseits: Wenn man bedenkt, wie sich der Arbeitsmarkt der Zukunft entwickeln wird, sehen wir hier vielleicht die Recruiting-Strategie, mit der künftig Fachkräfte gewonnen werden.

Science-Fiction-Karrierestrategie – schon heute

Lynda Gratton hat kürzlich in einem – leider, wie ich finde, zäh zu lesenden – Buch ihr Forschungsprojekt zum Arbeitsmarkt der Zukunft vorgestellt. Sie koordiniert weltweit Forscher und Vertreter von Unternehmen, die daran mitarbeiten. Eine ihrer Vorhersagen passt genau zu unserem Fall. Ihre Empfehlung für die Karrierewilligen der Zukunft lautet: „Werden Sie sichtbar!“ Ihre Erklärung dazu: In der Vergangenheit und auch heute noch würden die Unternehmen selbst dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter gesehen werden. Sie verleihen ihnen attraktive Posten mit einem festen Platz in der Hierarchie. Ihre Positionen, ihre Briefköpfe, die großen Büros und Sekretärinnen – das alles sorge alleine schon für Sichtbarkeit.

Ihre Berufsstrategie: Sichtbar werden

Nun werden genau diese Linien-Positionen zunehmend aufgelöst und durch Jobs für Projektleiter ersetzt. Das bedeutet: Die Unternehmen funktionieren in vielen Fällen nicht mehr als Schaufenster für ihre qualifizierten Angestellten. Wer die berufliche Weiterentwicklung anstrebt, muss daher selbst für Sichtbarkeit sorgen. Dieses Prinzip funktioniert schon heute, wie Sie an den Internet-Recherchen des Siemens-Personalers sehen. Karrierewilligen kann daher geraten werden: Schreiben Sie Rezensionen, tauschen Sie sich in xing und anderen geeigneten Fachforen aus und Sie erhöhen Ihre Chancen auf attraktive Positionen auf dem Arbeitsmarkt. Weitere Tipps erhalten Sie wie immer gern per Buch und – auf auf Ihren persönlichen Fall zugeschnitten – in der persönlichen Karriereberatung.

Auch im zuletzt auf dieser Seite erschienenen Artikel ging es um Arbeitgebermarke und Recruiting

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